Dax schließt im Plus

Deutsche Bank haftet nicht für "Cum-Ex"-Schulden von Warburg

Die Anleger agieren zu Wochenbeginn nur zögerlich.
Angesichts der Unklarheit über die Ausgestaltung weiterer Sanktionen gegen Russland fiel es ihnen schwer, zu Aktien zu greifen. Am Ende schaffte es der Dax dennoch ins Plus.

Rezessionssorgen und eine mögliche Verschärfung der Sanktionen gegen Russland hatten am Montag Europas Börsen fest im Griff. Angesichts der unsicheren Aussichten zeigten sich die Anleger überwiegend risikoscheu. Nach einem über weite Strecken zähen Handel zog der Dax kurz vor Handelsende an und ging ein halbes Prozent höher bei 14 518 Punkten aus der Börsensitzung. “Ich denke, kurzfristig wird der entscheidende Faktor sein, was mit den Sanktionen passiert, ob sie ihren Höhepunkt erreicht haben oder nicht”, sagte Mark Haefele, Investmentchef bei UBS Global Wealth Management. Bundeskanzler Olaf Scholz hat wegen des Vorwurfs russischer Kriegsverbrechen weitere Sanktionen gegen Russland angekündigt. Die Ukraine macht Russland für den Tod von zahlreichen Zivilisten in der Stadt Butscha nördlich von Kiew verantwortlich. Auch Großbritannien und Frankreich setzen sich für neue Sanktionen ein. Bei den Einzelwerten im Dax standen Delivery Hero mit einem Kurssprung von 10,7 Prozent im Fokus. Der Lieferdienstleister will 2023 erstmals auf Konzernebene im operativen Geschäft profitabel sein. Bayer gehörten mit plus 3,3 Prozent ebenfalls zu den Dax-Favoriten. Die Anteilsscheine des Leverkusener Pharma- und Agrarchemiekonzerns profitierten von Studienergebnissen zu einem neuartigen Gerinnungshemmer. Auch an anderen Handelsplätzen waren Gesundheitswerte gefragt, der entsprechende Branchenindex legte um 1,7 Prozent zu. So verhalf die Zusage der US-Arzneimittelbehörde FDA, die Zulassung eines Medikaments zur Behandlung von schwer erkrankten Covid-19-Patienten vorrangig zu prüfen, den Papieren von Roche zu einem Kursgewinn von mehr als drei Prozent.

Der Konsumgüterkonzern Henkel hält trotz des anhaltenden Krieges und der möglichen Kriegsverbrechen gegen die Zivilbevölkerung in der Ukraine an seinem Russland-Geschäft fest. Henkel werde die “Geschäfte in Russland mit Einschränkungen zunächst fortführen”, betonte die Aufsichtsratsvorsitzende Simone Bagel-Trah am Montag vor den Aktionären. Henkel-Aktien kamen nicht vom Fleck.

Die wichtigsten US-Indizes legten zu. Während der Dow Jones zur Handelsmitte nur leicht im Plus notierte, gewann der technologielastige Nasdaq Composite 1, 7 Prozent.

Reference-www.sueddeutsche.de

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