Euro fällt unter 1,10 Dollar

Deutsche Bank haftet nicht für "Cum-Ex"-Schulden von Warburg

Die Forderungen nach einer Verschärfung der Sanktionen gegen Russland haben dem Euro zu Wochenbeginn zugesetzt. Die Gemeinschaftswährung fiel um einen dreiviertel US-Cent und notierte unterhalb der 1,10-Dollar-Marke. “Noch mehr Sanktionen heißen freilich auch, dass das Risiko steigt, dass in Europa die Versorgung mit Energie abreißt”, sagte Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann. Damit erhöhe sich für den Euro das Risiko einer deutlichen Schwäche. Die wachsende Unsicherheit ließ Anleger dagegen bei Gold zugreifen. Der Preis des Edelmetalls zog um 0,3 Prozent auf 1931 Dollar pro Feinunze an.

Derweil setzten sich die jüngsten Schwankungen bei den Preisen am Rohölmarkt fort. Die erneut wachsende Furcht vor Engpässen ließ die Notierung der Öl-Sorte Brent aus der Nordsee um zwei Prozent auf 105,95 Dollar pro Barrel steigen. Die Ankündigung einer Rekordfreigabe der US-Ölreserven durch US-Präsident Joe Biden hatte den Preis für Brent-Rohöl in der vergangenen Woche um 13 Prozent gedrückt. “Diese kurzfristige Maßnahme, die auf niedrigere Ölpreise abzielt, löst das langfristige Problem nicht”, sagte Analyst Naeem Aslam vom Brokerhaus Avatrade. Die Freigabe werde das Angebotsdefizit zwar lindern, aber nicht beseitigen, konstatierte auch der Ölmakler PVM. “Vor diesem Hintergrund muss man schon sehr mutig sein, um darauf zu wetten, dass die Ölpreise wieder unter 100 Dollar fallen werden”, sagte PVM-Analyst Stephen Brennock.

Nach den zuletzt positiven Signalen vom US-Arbeitsmarkt setzten immer mehr Anleger auf größere Zinsanhebungen in den USA und trennten sich von Staatsanleihen. Im Gegenzug zieht die Rendite zweijähriger US-Bonds auf 2,49 Prozent, den höchsten Stand seit drei Jahren. Damit liegt der Wert deutlich über der Rendite von 2,42 Prozent der Treasuries mit einer zehnjährigen Laufzeit. Börsianer werten dies als Vorzeichen für eine anstehende Rezession.

Reference-www.sueddeutsche.de

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