Harte Zeiten für den Außenhandel

Deutsche Bank haftet nicht für "Cum-Ex"-Schulden von Warburg

Nach einem unerwartet starken Anstieg der Exporte im Februar stellt sich der deutsche Außenhandel wegen des Ukraine-Krieges auf harte Zeiten ein. Insgesamt wurden Waren im Wert von 124,7 Milliarden Euro ausgeführt, das waren nach Daten des Statistischen Bundesamtes 14,3 Prozent mehr als im Februar 2021. Wegen der ökonomischen Folgen des Ukraine-Krieges drohen dem Export nun Probleme. Hinzu kommen Corona-Lockdowns in China, die zusätzlich belasten.

“Der Außenhandel muss sich auf harte Zeiten einstellen”, sagte Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA). Der Ukraine-Krieg belaste den deutschen Außenhandel erheblich. Eine der größten Herausforderungen sei die Abhängigkeit von russischem Gas und Öl. Noch gebe es keine Versorgungsengpässe, aber “wir müssen uns auf eine erhebliche Verschlechterung der Gasversorgung und damit auch auf massiv steigende Energiepreise vorbereiten”. Die Absenkung der Energiesteuer sei richtig, notwendig seien aber auch langfristige Lösungen.

Zusätzlich verschärft sich die Lage durch Lockdowns in China. “Die Zahl der Schiffe, die vor chinesischen Häfen liegen, steigt rasant an”, berichtete Jandura. Bei einer jüngst veröffentlichten Umfrage der Deutschen Handelskammer in China berichteten 51 Prozent der Unternehmen von einer vollständigen Störung oder schwerwiegenden Auswirkungen auf Logistik, Lagerhaltung und Lieferketten durch die präventiven Corona-Maßnahmen.

Die deutschen Exporte nach Russland (minus 6,3 Prozent) sowie die Importe aus dem Land (minus 7,3 Prozent) sanken bereits im Februar, also vor dem Kriegsausbruch, verglichen mit dem Vormonat. Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, vermutet, dass der Truppenaufmarsch an der Grenze zur Ukraine im Vorfeld des Kriegsausbruchs den Handel mit Russland belastet hat.

Reference-www.sueddeutsche.de

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