Anleger verkaufen Staatsanleihen

Deutsche Bank haftet nicht für "Cum-Ex"-Schulden von Warburg

Spekulationen auf eine aggressivere geldpolitische Straffung der US-Notenbank Fed haben am Mittwoch für größere Verkäufe bei Staatsanleihen gesorgt. Geschürt wurden die Spekulationen von Aussagen der Fed-Direktorin Lael Brainard. Sie sieht als eine der Hauptaufgaben der Notenbank die Minderung des Inflationsdrucks mittels rascherer Zinserhöhungen und der zügigen Verminderung der Bilanzsumme an. “Der Markt will weitere Indikationen dafür bekommen, wie aggressiv die US-Notenbank in Sachen Zinsen und Bilanz in den kommenden Monaten vorgehen will”, sagte Analyst Konstantin Oldenburger. Hinweise dazu erhofften sich die Marktteilnehmer von der am Abend anstehenden Veröffentlichung der Protokolle der jüngsten Fed-Sitzung. Die Verkaufswelle bei den US-Staatsanleihen ließ die Renditen entsprechend steigen. Die zehnjährigen US-Bonds rentierten mit 2,66 Prozent auf einem Dreijahreshoch.

Trotz der Aussicht auf Zinssteigerungen griffen die Anleger zu Gold. Eine Feinunze des Edelmetalls verteuerte sich um 0,3 Prozent auf 1930 Dollar. Am Devisenmarkt machte dem Euro die Nervosität im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen in Frankreich zu schaffen. Die Gemeinschaftswährung gab zeitweise um 0,3 Prozent auf 1,0875 Dollar nach, im weiteren Handelsverlauf erholte sie sich etwas.

Die Volatilität der Preise am Ölmarkt hielt an. Einerseits schürte die Aussicht auf weitere Sanktionen gegen den wichtigen Öl-Exporteur Russland die Spekulationen auf ein knapperes Angebot, andererseits drückte ein unerwartet deutlicher Anstieg der US-Ölvorräte die Preise nach unten. Nach Angaben der US-Energiebehörde EIA erreichten die Vorräte den höchsten Stand seit Beginn der Corona-Pandemie. Ein Fass Rohöl der Nordseesorte Brent verbilligte sich um 2,2 Prozent auf 104,20 Dollar. Zuvor war der Preis noch um knapp zwei Prozent bis auf 108,67 Dollar gestiegen.

Reference-www.sueddeutsche.de

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