Dax weitet Verluste aus

Deutsche Bank haftet nicht für "Cum-Ex"-Schulden von Warburg

Die Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen neuer Sanktionen des Westens gegen Russland hat Europas Börsen auch am Mittwoch nach unten gezogen. Der Dax weitete seine Vortagesverluste aus und beendete den Handel knapp zwei Prozent tiefer bei 14 152 Punkten. Angesichts des anhaltenden Krieges in der Ukraine steige das Risiko eines bislang von der EU vermiedenen Öl- und Gasembargos von Tag zu Tag und damit die Inflations- und Konjunkturrisiken für Europa, kommentierten Commerzbank-Analysten. Die Furcht vor einem Wahlsieg der rechtsextremen Marine Le Pen gegen Amtsinhaber Emmanuel Macron drückteden französischen Leitindex CAC-40 um 2,2 Prozent ins Minus. “Aus Sicht der Märkte würde eine zweite Amtszeit Macrons wahrscheinlich als Stabilität und Kontinuität gewertet und als das günstigste Ergebnis angesehen werden. Im Gegensatz dazu würde ein Sieg von Le Pen angesichts ihrer euroskeptischen Haltung wahrscheinlich sehr negativ vom Markt aufgenommen werden”, schrieben die Analysten vom Finanzhaus RBC.

Unternehmensnachrichten hierzulande gab es nur vereinzelt. Im Dax litten nach den jüngsten Kursgewinnen die Aktien der einstigen Corona-Krisengewinner Delivery Hero und Hellofresh unter neuerlichen Verlusten. Mit minus 6,7 Prozent für den Essenslieferdienst und minus 9,5 Prozent für den Kochboxen-Lieferanten führten sie die Verliererliste im Leitindex an. Im M-Dax wurden Ströer-Aktien abgestoßen, deren Kurs sackte auf den tiefsten Stand seit August 2020.

Zuletzt ging es um 4,6 Prozent abwärts. Thyssenkrupp-Aktien büßten 7,2 Prozent ein. Ein Börsianer verwies auf Aussagen von Vorstandschefin Martina Merz, dass der Industriekonzern wegen des Kriegs in der Ukraine unter erheblichem Druck stehe, da die Lieferketten unterbrochen seien. Die Aktie des Flughafenbetreibers Fraport gab Ihre Tagesgewinne ab und sank um 0,7 Prozent. Während die US-Investmentbank Goldman Sachs das Papier auf “Kaufen” hochstufte und ein erhebliches Wachstumspotenzial für das regulierte Geschäft sieht, senkte die Deutsche Bank das Papier auf “Halten”.

Spekulationen auf eine aggressive geldpolitische Straffung der US-Notenbank trübten die Stimmung an der Wall Street. Der Dow Jones fiel bis zur Handelsmitte um 0,7 Prozent.

Reference-www.sueddeutsche.de

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