Renditen steigen weiter

Deutsche Bank haftet nicht für "Cum-Ex"-Schulden von Warburg

Nach Signalen für weitere Zinsstraffungen haben sich am Donnerstag die Anleger erneut von Staatsanleihen getrennt. Im Gegenzug zogen die Renditen weiter an. Zehnjährige US-Papiere rentierten bei 2,6503 Prozent nach zuvor 2,609 Prozent. Die US-Notenbank Fed will wegen der hohen Inflation kräftig an der Zinsschraube drehen und ihre Bilanz wohl schon im Mai eindampfen. “Die Investoren sollten sich auf einen der stärksten Straffungskurse in der US-Geldpolitik einstellen”, prognostizierte Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege bei Robo-Markets. Die Fed hatte Mitte März die Zinswende vollzogen und den geldpolitischen Schlüsselsatz um einen Viertel Punkt auf die neue Spanne von 0,25 bis 0,50 Prozent angehoben.

Indes nahmen solche Überlegungen auch bei der Europäischen Zentralbank (EZB) zu. Wie aus den Protokollen der Sitzung des EZB-Rats vom März hervorgeht, wurde dabei über die Bedingungen für eine Anhebung diskutiert. Dabei wurde vorgebracht, dass die Voraussetzungen dafür weitgehend erfüllt oder sehr nahe daran seien, erreicht zu werden. Die Rendite der zehnjährigen Bundespapiere kletterte daraufhin von 0,647 auf 0,72 Prozent. Am Devisenmarkt gewann der Euro 0,4 Prozent auf 1,0936 Dollar.

Derweil erholte sich der russische Rubel weiter in Richtung seiner Stände vor der Invasion in die Ukraine. In der Spitze verteuerte er sich zum Dollar um 8,5 Prozent. Der Vorgang sei kein Zeichen dafür, dass die russische Wirtschaft die Sanktionen meistere, die die USA und deren Verbündeten verhängt hätten, hatte US-Finanzministerin Janet Yellen gesagt. Maßnahmen der russischen Regierung und der Zentralbank zur Begrenzung der Kapitalabflüsse verzerrten den Rubel-Markt.

Am Ölmarkt stieg der Preis für ein Fass der Nordseeöl Brent trotz der Freigabe weiterer Ölreserven der Internationalen Energieagentur (IEA) um ein Prozent auf 102 Dollar an.

Reference-www.sueddeutsche.de

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