Dax geht auf Erholungskurs

Deutsche Bank haftet nicht für "Cum-Ex"-Schulden von Warburg

Trotz anhaltender Zins- und Konjunktursorgen haben Anleger am Freitag bei Aktien zugegriffen. Der Dax stieg nach den jüngsten Verlusten um 1,5 Prozent auf 14 284 Zähler. Börsianer rechnen aber damit, dass die Gewinne schon bald wieder dahinschmelzen könnten. “Es mangelt an positiven Nachrichten”, sagte Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. Der Krieg in der Ukraine und die daraus resultierenden Konsequenzen blieben Risikofaktor Nummer eins. Daneben bereitete aber auch die Aussicht auf wohl schnell steigende Zinsen in den USA Kopfzerbrechen. Angesichts einer massiven Teuerung von 7,9 Prozent wird an den Finanzmärkten mit ungewöhnlich großen Zinsschritten im Mai und Juni von jeweils einem halben Prozentpunkt gerechnet. An den Aktienmärkten ging es aufgrund der Zinsspekulationen für die Finanzwerte nach oben. Die Branche kann bei steigenden Zinsen höhere Gewinne aus dem klassischen Kreditgeschäft erwarten. Der europäische Branchenindex legte 2,3 Prozent zu. Im Dax zählten die Aktien der Deutschen Bank mit einem Plus von 3,9 Prozent zu den Top-Favoriten. An der Mailänder Börse sorgte der Einstieg der Credit Agricole bei der Banco BPM für Begeisterung. Die Aktien des italienischen Geldinstituts stiegen um zehn Prozent. Credit Agricole notierten in Paris 0,4 Prozent tiefer. Die französische Bank hatte am Donnerstag mitgeteilt, einen Anteil von 9,18 Prozent an Italiens drittgrößtem Geldhaus erworben zu haben.

Hoch her ging es auch im M-Dax: Übernahmespekulationen trieben Scout24 um 13,7 Prozent in die Höhe. Händler verwiesen auf einen Medienbericht, wonach die Investoren Hellman & Friedman, EQT und Permira Interesse an Scout24 bekundet hätten. Die Aktien des Tickethändlers CTS Eventim zogen um 7,5 Prozent an und profitierten von einer Hochstufung durch die Privatbank Berenberg. Eine Empfehlung von JPMorgan verhalf zudem den Papieren von K+S zu einem Plus von 9,5 Prozent, womit sich der Kurs seit Jahresbeginn inzwischen mehr als verdoppelt hat.

An der Wall Street gab es keine einheitliche Tendenz. Während der Dow Jones zur Handelsmitte 0,6 Prozent höher notierte, zählten die Technologiewerte erneut zu den Verlierern. Titel von Apple, Microsoft und Alphabet lagen bis zu 0,9 Prozent im Minus. Die Aktien von Tesla fielen um 2,2 Prozent.

Reference-www.sueddeutsche.de

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