Ölpreise stabilisieren sich

Deutsche Bank haftet nicht für "Cum-Ex"-Schulden von Warburg

Die Ölpreise haben sich nach ihren Vortagsverlusten stabilisiert. Ein Barrel der Nordseesorte Brent notierte am Freitag mit 101 Dollar wieder etwas höher. Am Donnerstagabend war der Preis zeitweise bis auf 98,41 Dollar gefallen. Die Ölnotierungen haben zuletzt einen großen Teil ihrer Aufschläge seit Ausbruch des Ukraine-Krieges abgegeben, liegen aber immer noch deutlich höher als zu Jahresbeginn. Schon vor der Invasion Russlands waren sie spürbar gestiegen. Russland ist einer der weltweit größten Erdölförderer. Zum jetzigen Preisrückgang trugen einige Faktoren bei. Zum einen haben große Verbrauchsländer, vereinigt in der Internationalen Energieagentur (IEA), bereits zweimal Teile ihrer strategischen Ölreserven freigegeben, um dem Preisanstieg etwas entgegenzusetzen. Zum anderen scheint das rigorose Vorgehen Chinas gegen regionale Corona-Ausbrüche zum wirtschaftlichen Problem zu werden. Ferner könnte die erwartete Straffung der US-Geldpolitik erhebliche konjunkturelle Rückschläge mit sich bringen.

Am Devisenmarkt hingegen profitierte der Dollar von der Aussicht auf voraussichtlich rasch steigende US-Zinsen, während der Euro das Nachsehen hatte. Die Gemeinschaftswährung fiel von 1,0878 bis auf 1,0837 Dollar. Nach Ansicht von Experten könnte der US-Leitzins Ende des Jahres bei 2,5 bis 2,75 Prozent liegen.

Die Anleger am Anleihemarkt warfen bange Blicke gen Frankreich. Die Ungewissheit über den Ausgang der Präsidentschaftswahlen machte die Investoren nervös. Die Kurse der zehnjährigen französischen Anleihen fielen, im Gegenzug stieg die Rendite von 1,216 auf 1,296 Prozent. Das ist der höchste Stand seit sechseinhalb Jahren. Vor der ersten Wahlrunde am Sonntag liegt der pro-europäische Amtsinhaber Emmanuel Macron in Umfragen nur wenige Prozentpunkte vor der rechten Rivalin Marine Le Pen.

Reference-www.sueddeutsche.de

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