Dax grenzt Verluste deutlich ein

Deutsche Bank haftet nicht für "Cum-Ex"-Schulden von Warburg

Angesichts mauer Konjunkturaussichten hat die Nervosität am deutschen Aktienmarkt wieder zugenommen. Der Dax startete am Dienstag sehr schwach, rutschte kurzzeitig um mehr als zwei Prozent ab und fiel unter die Marke von 14 000 Punkten. Die Folgen des Ukraine-Kriegs sorgten bei Börsenprofis zunehmend für Konjunkturskepsis und Furcht vor einer Rezession. Das Barometer für die Einschätzung zur deutschen Wirtschaft in den nächsten sechs Monaten fiel im April um 1,7 auf minus 41 Punkte, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mitteilte. Bereits im März war der Konjunkturindikator so stark eingebrochen wie nie zuvor. “Die Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass die aktuelle wirtschaftliche Lage schlecht ist und sich noch weiter verschlechtern wird”, erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach.

Nach der Veröffentlichung neuer Inflationsdaten aus den USA machte der Dax seine Verluste zum großen Teil wieder wett und schloss nur noch 0,5 Prozent tiefer bei 14 125 Punkten. Ein Händler sagte, der Anstieg der US-Verbraucherpreise von 8,5 Prozent zum Vorjahr sei zwar “massiv, aber eben auch nicht schlimmer als befürchtet.” Zudem gaben die Renditen von US-Staatsanleihen nach der Veröffentlichung der Daten nach, dies sorgte an den Aktienmärkten für etwas Erleichterung.

Auf der Verliererliste im Dax stand die Aktie der Deutschen Bank mit einem Minus von 9,4 Prozent ganz oben. Am M-Dax-Ende sackten die Titel der Commerzbank um 8,5 Prozent ab. Hingegen zogen die Papiere von Symrise nach der Veröffentlichung von Geschäftszahlen des Konkurrenten Givaudan aus der Schweiz um 0,1 Prozent an. Givaudan habe etwas besser abgeschnitten als erwartet, so der Tenor unter Analysten.

Im M-Dax zeigten sich die Titel von Evotec nach Zahlen und Ausblick schwankungsanfällig und standen zuletzt 6,8 Prozent im Minus. Händler bezeichneten die Prognosen des Wirkstoffforschers für das laufende Jahr als durchwachsen. Die Aktie des Arzneiherstellers Dermapharm konnte mit einem Plus von 0,3 Prozent von einer Anhebung der Dividende profitieren. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Ausschüttung von 2,17 (Vorjahr: 0,88) Euro je Aktie vor. An der Wall Street notierte der Dow Jones zur Handelsmitte mit 0,7 Prozent im Plus.

Reference-www.sueddeutsche.de

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