Euro fällt nach Zinsentscheid

Deutsche Bank haftet nicht für "Cum-Ex"-Schulden von Warburg

Die Aussicht auf eine anhaltend lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) hat den Euro am Gründonnerstag auf Talfahrt geschickt. Die Gemeinschaftswährung fiel zeitweise um 1,2 Prozent auf ein Zwei-Jahres-Tief von 1,0758 Dollar. Trotz der Rekordinflation im Euroraum zögert die EZB in Zeiten des Ukraine-Krieges eine Zinswende weiter hinaus. Der EZB-Rat behielt den geldpolitischen Schlüsselsatz von null Prozent bei. Wie der künftige Leitzinserhöhungspfad konkret aussehen werde, bleibe weiter offen, sagte Ökonom Alexander Krüger von Hauck Aufhäuser Lampe. “Nach wie vor sieht es nicht danach aus, dass die EZB zu einer ernsten Inflationsbekämpfung übergehen wird.” Andere große Notenbanken wie die Fed in den USA haben angesichts des starken Preisauftriebs bereits die Zinswende eingeleitet. Insidern zufolge schließt die EZB mit ihren jüngsten geldpolitischen Beschlüssen eine Zinserhöhung bereits im Juli jedoch nicht aus, will sich aber zum jetzigen Zeitpunkt alle Handlungsoptionen offenlassen.

Der ansteigende Dollar belastete im Gegenzug den Goldpreis. Edward Moya, Analyst bei Oanda sagte: “Die EZB überraschte mit ihrer zögerlichen Haltung, das stärkt wirklich den Dollar. Gold wird dadurch hart getroffen.” Eine Feinunze des Edelmetalls kostete mit 1973 Dollar 0,3 Prozent weniger. Dennoch blieb für Gold wegen der durch die Ukraine-Krise und die steigende Inflation ausgelösten Nachfrage nach sicheren Häfen ein Wochengewinn von 1,4 Prozent.

An den Rohölmärkten zogen die Preise wieder an. Händler verwiesen auf einen Bericht der New York Times, demzufolge die Europäische Union schrittweise ein Verbot russischer Ölimporte einführen könnte. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um 2,7 Prozent auf 111,66 Dollar je Fass. US-Leichtöl WTI kostet mit 107 Dollar gut zwei Prozent mehr.

Reference-www.sueddeutsche.de

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