Unsicherheit für Aktien bleibt

Deutsche Bank haftet nicht für "Cum-Ex"-Schulden von Warburg

Die Blicke der Anleger richten sich nach den Osterfeiertagen auf die ersten Dax-Konzerne und ihren Umgang mit den großen Unsicherheiten am Markt. Zwar bleibt die Europäische Zentralbank vorerst bei ihrer lockeren Geldpolitik, was die Kurse grundsätzlich stützen dürfte. Die Folgen des Kriegs in der Ukraine und der Omikron-Ausbruch in China stellen aber schwer einzuschätzende Risiken dar. “Die Märkte sind nervös, können sich aber nicht für eine klare Richtung entscheiden. In der vergangenen Handelswoche legte der Dax um 0,6 Prozent auf 14 163 Punkte zu. Das dominierende Thema bleibt der Krieg in der Ukraine. Die Anleger fürchten in diesem Zusammenhang neue Sanktionspakete. Ein Gas- und Ölembargo etwa würde tiefe Spuren sowohl in der Konjunktur als auch an den Aktienmärkten hinterlassen. Nachrichten über den Krieg dürften daher auch in dieser Woche die Richtung an den Märkten vorgeben.

Als zweiter Unsicherheitsfaktor schweben die Inflation und die Reaktionen der Notenbanken darauf über dem Marktgeschehen. Zwar beließ der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) den Leitzins auf dem Rekordtief von null Prozent, wie die Notenbank im Anschluss an die Ratssitzung am Gründonnerstag mitteilte. Die Währungshüter bekräftigten aber, auf ein Ende ihrer ultralockeren Geldpolitik zuzusteuern. Nachdem die Erzeugerpreise in den USA im März so stark angestiegen sind wie seit dem Erhebungsbeginn 2010 nicht, werden auch in Europa schlechte Nachrichten in Sachen Teuerung erwartet. Am Donnerstag werden die endgültigen Zahlen für die Verbraucherpreise in der Eurozone veröffentlicht.

Rückenwind für den deutschen Aktienmarkt könnte nach einer schwachen Woche der Beginn der Saison der Quartalsberichte liefern. Der Zahlenreigen wird am Donnerstag von Sartorius eröffnet. Am Freitag folgt mit SAP das erste Dax-Schwergewicht.

An der Wall Street wurde am Ostermontag gehandelt. Der US-Leitindex Dow Jones lag zur Handelsmitte leicht im Minus. Gefragt waren die Aktien von Bank of America, deren Kurs um knapp vier Prozent zulegte. Das Kreditinstitut hatte im ersten Quartal überraschend gut verdient. Besonders gut hatte sich dabei das Geschäft mit Verbraucherkrediten entwickelt.

Reference-www.sueddeutsche.de

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