Euro bleibt unter Druck

Deutsche Bank haftet nicht für "Cum-Ex"-Schulden von Warburg

Die derzeitige Stärke der US-Währung hat den Euro am Dienstag unterhalb der Marke von 1,08 Dollar gehalten. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete mit 1,0790 Dollar in etwa soviel wie am Vorabend. Ein Grund für die Dollar-Stärke ist die sich ausweitende Zinsdifferenz zwischen den USA und der Eurozone. Dies macht den Dollar für Anleger attraktiver. Die Europäische Zentralbank hatte am vergangenen Donnerstag trotz der hohen Inflation ihre Geldpolitik nicht verändert, während die US-Notenbank Fed ihren Zinssatz bereits im März erstmals in der Pandemie angehoben und eine Reihe von weiteren Erhöhungen in Aussicht gestellt hatte.

Für Aufsehen sorgten Aussagen des US-Notenbankers James Bullard, der die Forderung nach einem US-Leitzins von 3,5 Prozent zum Jahresende und die Möglichkeit einer Anhebung um 0,75 Prozentpunkte bei der Fed-Sitzung im Mai erhob. Vor diesem Hintergrund trennten sich Investoren von Staatsanleihen. Dies trieb die Rendite der zehnjährigen US-Bonds auf ein Dreieinhalb-Jahres-Hoch von 2,924 Prozent. Ihre deutschen Pendants rentierten mit 0,961 Prozent zeitweise so hoch wie zuletzt vor knapp sieben Jahren.

Weitere Verluste musste der japanische Yen hinnehmen. Im Gegenzug stieg der Dollar um bis zu 1,3 Prozent und war mit 128,74 Yen so teuer wie zuletzt vor 20 Jahren. Anders als die US-Notenbank blieb auch die Bank von Japan bei ihrer lockeren Geldpolitik. Zinserhöhungen blieben wegen der schwächelnden japanischen Wirtschaft ausgeschlossen.

Die Ölpreise gaben nach den jüngsten Gewinnen kräftig nach. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent fiel um 5,2 Prozent auf 107,24 Dollar. Die Anleger sorgten sich um die Nachfrage aus dem wichtigen Verbrauchsland China. Nach einem starken Start in das Jahr hat Chinas Wirtschaft wegen der starken Einschränkungen durch die Null-Covid-Strategie deutlich an Schwung verloren.

Reference-www.sueddeutsche.de

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