Euro stabilisiert sich vorerst

Deutsche Bank haftet nicht für "Cum-Ex"-Schulden von Warburg

Der Kurs des Euro ist am Mittwoch wieder über 1,08 Dollar geklettert. Die Gemeinschaftswährung stieg in der Spitze bis auf mit 1,0866 Dollar, nach 1,0786 Dollar am Vorabend. Trotz der Stabilisierung steht die Gemeinschaftswährung seit Ende März gegenüber dem Dollar unter Druck. Ein wichtiger Grund ist die Aussicht auf weiter steigende Leitzinsen in den USA zur Bekämpfung der hohen Inflation, während die Europäische Zentralbank (EZB) weiterhin abwartet. Laut Devisenexpertin Antje Praefcke von der Commerzbank hat der Euro möglicherweise seinen Tiefpunkt noch nicht erreicht: “Zum einen ist die Gefahr einer Energiekrise, die stark auf der Wirtschaft der Euro-Zone lasten würde, noch nicht gebannt. Zum anderen wird nächste Woche die erste Schätzung zur April-Inflation veröffentlicht. Bestenfalls dürfte die Teuerung allmählich ihren Hochpunkt gesehen haben und ganz langsam wieder sinken.” Der Markt könnte das Zögern der EZB in Sachen Inflationsbekämpfung abstrafen und den Euro entsprechend unter Abwärtsdruck setzen.

Ökonomen halten jedoch noch höhere Teuerungsraten für möglich, nachdem die Erzeugerpreise in Deutschland im März um 30,9 Prozent gestiegen waren. Das ist der stärkste Anstieg “seit Beginn der Erhebung im Jahr 1949”, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Die Preise am Ölmarkt schwankten deutlich. Zunächst verteuerte sich die Sorte Brent aus der Nordsee um rund ein Prozent, am frühen Abend lag die Notierung dann mit 2,3 Prozent im Minus bei 104,90 Dollar je Fass. Bereits am Vortag war der Preis um fünf Prozent abgerutscht, nachdem der Internationalen Währungsfonds seine Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum gesenkt hatte. Allerdings müsse Experten zufolge wegen der Ausfälle libyscher Lieferungen und ein mögliches europäisches Embargo für russisches Öl mit weiteren Preisaufschlägen gerechnet werden.

Reference-www.sueddeutsche.de

Related Post

Leave a Reply

Your email address will not be published.