Tesla: Rekordquartal macht Elon Musk noch reicher

Tesla: Rekordquartal macht Elon Musk noch reicher

Es mag Firmen geben, die schnellere, schönere oder komfortablere Autos produzieren als Tesla. Doch kaum ein Hersteller schafft es, seine Fahrzeuge derart gewinnbringend zu verkaufen. “Tesla ist der vielleicht profitabelste Autobauer nach Ferrari”, sagt Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer. Erreicht hat Tesla dies dank hoher Produktivität, Kostensenkungen und höherer Preise.

Selbst Lieferketten-Engpässe und steigende Rohstoffkosten haben Elon Musk und sein Elektroauto-Unternehmen nicht aus der Spur gebracht. Im Gegenteil: Die Texaner haben bei Umsatz und Gewinn jeweils Rekordzahlen erzielt. Im vergangenen Quartal steigerte Tesla seinen Umsatz auf 18,8 Milliarden Dollar, umgerechnet sind das 17,3 Milliarden Euro. Damit katapultierte das Unternehmen den eigenen Gewinn um 658 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar. Die Zahlen fielen deutlich besser aus als an der Wall Street erwartet. Mit einem Plus von rund sieben Prozent startete die Aktie am Donnerstag in den vorbörslichen Handel und kletterte im Laufe des Tages zwischenzeitlich auf über 1050 Dollar (960 Euro).

Die 310 000 Autos, die Tesla von Januar bis März dieses Jahres auslieferte, stellen ebenfalls ein Rekord für den US-Autobauer dar. Die neuen Rekorde bei Umsatz, Gewinn und ausgelieferten Autos machen den reichsten Mann der Welt noch reicher. Musk erhält dadurch nämlich die Möglichkeit, weitere 8,4 Millionen Tesla-Aktien zum Preis von jeweils 70,01 Dollar zu kaufen. Das bedeutet einen Rabatt von über 90 Prozent auf den Schlusskurs vom Mittwoch an der Nasdaq (977,20 Dollar). Daraus resultiert ein Kursgewinn von insgesamt 23 Milliarden Dollar.

Tesla will seine Abhängigkeit von China verringern

Den Rekord bei den Auslieferungen erreichte Tesla, obwohl die beiden neuen Werke – Grünheide in Brandenburg und Austin in Texas – noch gar nicht auf vollen Touren liefen. Mit den Fabriken, die gerade erst eröffnet wurden, will Tesla seine Abhängigkeit von China verringern und die hohe Nachfrage besser bedienen. In seinem größten Werk in Shanghai hatten die Bänder wegen des Corona-Lockdowns zuletzt fast drei Wochen stillgestanden.

Trotz der Unterbrechung bei der Produktion stellte Musk bei einer Telefonkonferenz am Mittwoch in Aussicht, die Auslieferungen auf mehr als 1,5 Millionen Fahrzeuge und damit um 60 Prozent im Vergleich zum vergangenen Jahr zu erhöhen. Musk zeigte sich zudem zuversichtlich, dass der Konzern über mehrere Jahre hinweg die Auslieferungen um 50 Prozent jährlich steigern könne.

Allein in der neuen Fabrik in Grünheide sollen langfristig rund 500 000 Autos pro Jahr vom Band laufen. Noch ist man davon aber weit entfernt. Um das Niveau von 5000 Fahrzeugen pro Woche zu erreichen, habe Tesla nach dem Produktionsbeginn in anderen Fabriken etwa zwölf Monate gebraucht, so Musk.

Reference-www.sueddeutsche.de

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