Dax mit kräftigen Verlusten

Deutsche Bank haftet nicht für "Cum-Ex"-Schulden von Warburg

Aus Furcht vor schnell steigenden Zinsen in den USA haben sich die Anleger am Freitag von Aktien getrennt. Nach zwei starken Handelstagen rutschte der Dax um 2,5 Prozent auf 14 142 Punkte ab. Zur Bekämpfung der hohen Inflation erwägt die US-Notenbank Fed im Mai eine Erhöhung des Leitzinses um 0,5 Prozentpunkte. Viele Investoren stellten sich inzwischen die Frage, ob die Fed mit ihrem zunehmend aggressiven Straffungskurs die Wirtschaft abwürgen könnte, sagt Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. Weitere Belastungsfaktoren blieben die Auswirkungen der Ukrainekrise und die zunehmenden Lieferkettenprobleme. Als von steigenden Zinsen besonders betroffen gelten die technologielastigen Wachstumswerte. Vor diesem Hintergrund gehörten Online-Unternehmen wie Delivery Hero, Zalando oder Hellofresh mit einem Abschlag von 5,7 Prozent zu den größten Dax-Verlierern. Die ebenfalls dem Tech-Sektor zugerechneten SAP-Aktien verzeichneten wegen einer enttäuschenden operativen Gewinnmarge zuletzt ein Minus von zwei Prozent, nachdem sie zwischenzeitlich sogar 5,5 Prozent verloren hatten. Im Sog von SAP ging es auch für die Aktien des Softwarehauses Teamviewer um 3,2 Prozent nach unten.

Bessere Nachrichten für die Anleger kamen hingegen von Metro. Der Handelskonzern blickt positiver auf das laufende Geschäftsjahr. Mit einem Anstieg von gut fünf Prozent führten die Papiere des Handelskonzerns die S-Dax-Gewinner an. Die Aktien von Rheinmetall kletterten im M-Dax zeitweise um 3,6 Prozent auf ein Rekordhoch von 225 Euro. Die Analysten der Schweizer Großbank UBS erhöhten ihr Kursziel auf 251 Euro. Seit Jahresbeginn haben die Titel des größten deutschen Rüstungskonzerns bereits um 160 Prozent zugelegt.

An den US-Börsen zogen sich Anleger angesichts möglicher Leitzinserhöhungen ebenfalls zurück. Der Dow Jones lag notierte zur Handelsmitte 1,7 Prozent tiefer. Zu den größten Verlierern zählte Gap mit einem Kursminus von 18 Prozent. Wegen der schwächelnden Konjunktur und Problemen bei der Marke Old Navy rechnet die Modefirma für das erste Quartal mit einem Rückgang der Erlöse um bis zu 15 Prozent.

Informationen zu Anleihen, Devisen und Rohstoffen finden Sie heute auf Seite 34.

Reference-www.sueddeutsche.de

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