Ölpreise geben nach

Deutsche Bank haftet nicht für "Cum-Ex"-Schulden von Warburg

Während die Furcht vor einem Energie-Embargo gegen Russland etwas in den Hintergrung rückt, belastet die Sorge um die chinesische Konjunktur die Ölpreise. Die Aussicht auf Zinserhöhungen in den USA stärkt den Dollar.

Zins- und Konjunktursorgen haben die Ölpreise zum Wochenschluss belastet. Ein Fass des Nordseeöls Brent verbilligte sich am Freitag um 1,7 Prozent auf 106,60 Dollar. Die US-Sorte WTI kostete mit 102,19 Dollar 1,6 Prozent weniger. Damit sind die Ölnotierungen im Vergleich zum Vorwochenschluss um fast fünf Prozent gefallen. “Die Ängste vor einem Konjunktureinbruch in China und einer zu schnellen Serie von Zinserhöhungen in den USA, scheinen die Furcht vor einem europäischen Energie-Embargo gegen Russland derzeit auszugleichen”, sagt Jeffrey Halley, Analyst beim Broker Oanda. Aus Sicht von Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch dürften das wegen des Ukraine-Krieges rückläufige Ölangebot aus Russland und die Produktionsausfälle in Libyen einen allzu starken Preisrückgang jedoch verhindern.

Ein möglicher Rückgang der China-Nachfrage schlug sich auch in anderen Rohstoffpreisen nieder. Das Industriemetall Kupfer verbilligte sich um fast zwei Prozent auf 10 088 Dollar je Tonne.

Am Devisenmarkt gab die Aussicht auf eine deutliche Straffung der Geldpolitik dem Dollar positive Impulse. Der Euro verlor dagegen einen halben US-Cent auf 1,0780 Dollar. “Nach den jüngsten Äußerungen von Fed-Chef Jerome Powell dürfte auch dem allerletzten Marktteilnehmer klar sein, dass die US-Notenbank im Mai den Leitzins um 50 Basispunkte anhebt und nicht wie im März ‘nur’ um 25”, sagte Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank. Powell hatte am Vorabend erklärt, dass es angesichts der hohen Inflation angemessen sei, etwas schneller voranzuschreiten. Daraufhin trennten sich die Anleger von zehnjährigen US-Staatsanleihen. Die Kurse fielen, im Gegenzug stieg die Rendite auf 2,974 Prozent nach 2,917 Prozent am Vortag. Die deutschen zehnjährigen Bonds rentierten mit 0,982 Prozent auf dem höchsten Stand seit fast sieben Jahren.

Reference-www.sueddeutsche.de

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