Dax rutscht unter die 14000-Punkte-Marke

Deutsche Bank haftet nicht für "Cum-Ex"-Schulden von Warburg

Anhaltender Verkaufsdruck an den europäischen Aktienmärkten hat den Dax am Montag deutlich unter die Marke von 14 000 Punkten gedrückt. Der deutsche Leitindex schloss eineinhalb Prozent tiefer bei 13 924 Punkten, nachdem er zuvor um zwei Prozent bis auf 13 863 Zähler gefallen war. Trotz der Wiederwahl des französischen Präsidenten Emmanuel Macron gab auch der Leitindex in Paris deutlich nach. Insbesondere die Furcht vor einem rasanten Leitzinsanstieg in den USA und womöglich auch bald höheren Zinsen in der Eurozone die Märkte sorgte für die neuerlichen Verluste. Im Zusammenspiel mit der hohen Inflation, dem Ukraine-Krieg, gestressten Lieferketten und der sich zuspitzenden Corona-Situation in China geht die Sorge vor einer Rezession um. Ob die Kurse noch weiter fallen hängt auch vom Verlauf der Berichtssaison. In dieser Woche dürften daher die Quartalszahlen der großen US-Technologiekonzerne Microsoft, Alphabet, Meta, Apple und Amazon von Anlegern besonders kritisch beäugt werden. In diesem Umfeld legten die als defensiv geltenden Aktien von Energiekonzernen angesichts der voranschreitenden Energiewende gegen den Trend zu. Im Dax zählten die Titel von RWE mit einem Anstieg von 1,2 Prozent zu den Favoriten. Eon zogen um 1,1 Prozent an. Dagegen standen SAP-Aktien mit minus 1,9 Prozent auf der Verliererseite. Mehrere Kurszielsenkungen und die Streichung der Kaufempfehlung des Bankhauses Metzler belasteten die Aktie des Softwarekonzerns. Begründet wurde der Schritt mit durchwachsenen Quartalsergebnissen und Ergebnisrisiken. Rheinmetall-Aktien stiegen im M-Dax in der Spitze um 2,2 Prozent. Einem Medienbericht zufolge hat der Rüstungskonzern die zeitnahe Lieferung von 100 Marder-Schützenpanzern an die Ukraine beantragt.

An der Börse in Amsterdam fielen die Titel von Philips nach einem enttäuschenden Quartalsergebnis um 11,4 Prozent. Austausch und Reparatur der fehlerhaften Beatmungsgeräte kosteten die Medizintechnik-Firma mehr als gedacht, monierten die Analysten der Bank JPMorgan. Darüber hinaus habe sich das US-Justizministerium in die Angelegenheit eingeschaltet.

Auch an der Wall Street gaben die Kurse überwiegend nach. Der Dow Jones notierte zur Handelsmitte 1,2 Prozent im Minus.

Reference-www.sueddeutsche.de

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