Ölpreise fallen deutlich

Deutsche Bank haftet nicht für "Cum-Ex"-Schulden von Warburg

Der Kurs des Euro hat zu Wochenbeginn nur kurz vom Wahlsieg des französischen Präsidenten Emmanuel Macron profitiert. Am Montagabend kostete die Gemeinschaftswährung 1,0711 Dollar und damit 0,8 Prozent weniger als am späten Freitagabend. “Dass über 40 Prozent der Wähler einer Europa-Gegnerin ihre Stimme gaben, bedeutet, dass spätestens alle fünf Jahre in Frankreich ein erhebliches Event-Risiko für den Euro-Raum und seine Gemeinschaftswährung anstehen wird”, warnte Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann. Außerdem steige die Wahrscheinlichkeit, dass nach der US-Notenbank Fed und der Bank von England (BoE) nun auch die EZB bald die Zinswende einleitet, gab Thomas Gitzel, Chef-Volkswirt der VP Bank, zu bedenken. Vor diesem Hintergrund flohen Investoren in “sichere Häfen” wie die Weltleitwährung. Der Dollar-Index, der den Kurs zu anderen wichtigen internationalen Währungen widerspiegelt, stieg um 0,6 Prozent auf ein Zwei-Jahres-Hoch. Die Nachfrage nach Bundesanleihen drückte zeitgleich die Rendite der zehnjährigen Titel auf 0,844 Prozent.

Die Aussicht auf eine nachlassende Nachfrage bei den Rohstoffen belastete viele Notierungen. Hintergrund sind die strengen Corona-Maßnahmen der chinesischen Regierung, die das Wirtschaftswachstum innerhalb und außerhalb Chinas zu belasten drohen. Entsprechend wird mit einer geringeren Nachfrage nach Erdöl, Benzin und Diesel gerechnet. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent fiel im Abendhandel deshalb um 5,8 Prozent auf 100,37 Dollar. “Es scheint jetzt nicht mehr die Frage, ob, sondern nur noch wie stark eine Rezession in Europa ausfallen wird”, sagte Anlagestratege Jürgen Molnar vom Brokerhaus RoboMarkets. “Und selbst für die noch relativ stabile US-Wirtschaft ist ein solches Szenario nicht mehr ausgeschlossen.”

Reference-www.sueddeutsche.de

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