Dax erneut mit Verlusten

Deutsche Bank haftet nicht für "Cum-Ex"-Schulden von Warburg

Der Dax ist nach anfänglichen Gewinnen den dritten Tag in Folge gefallen. Die Sorge vor einer Abschwächung des Wirtschaftswachstums weltweit und zugleich zügig steigenden Zinsen in den USA belastete die Kurse. Der Leitindex Dax schloss 1,2 Prozent im Minus bei 13 756 Punkten. Als kursbewegend für die Einzelwerte erwiesen sich vor allem die Quartalsberichte von Unternehmen. Die Turbulenzen an den Finanzmärkten zum Jahresbeginn bescherten der Deutschen Börse ein starkes erstes Quartal.

Die Papiere des Börsenbetreibers legten um 0,9 Prozent zu. Linde-Aktien gaben 0,1 Prozent nach. Der Gasekonzern will auch im zweiten Quartal eine Dividende in gleichbleibender Höhe zum Vorquartal zahlen. Die Ergebnisse des ersten Quartals will Linde am Donnerstag bekannt geben. Dagegen bemängelten Händler beim Recycling-Spezialisten Befesa das Ziel für den Gewinn in diesem Jahr. Die Papiere fanden sich mit minus 10,4 Prozent am Ende des M-Dax. An dessen Spitze setzten sich die Aktien von Hypoport, die nach einem kräftigen Plus bei Umsatz und Gewinn im ersten Quartal um vier Prozent nach oben kletterten. “Die Wachstumsrate im ersten Quartal sieht ordentlich aus”, sagte ein Händler. Ein positiver Analystenkommentar sorgte für kräftigen Rückenwind beim Autozulieferer Stabilus, dessen Titel im S-Dax um fünf Prozent nach oben schnellten.

Die Ergebnisse mehrerer Großbanken in Europa fielen gemischt aus. So überzeugte die Schweizer UBS die Anleger dank des boomenden Handelsgeschäfts mit dem besten Jahresstart seit 15 Jahren. UBS-Titel schlossen unverändert. Dagegen gaben die Papiere der HSBC in London 5,5 Prozent nach. Zwar fiel der Gewinneinbruch der Bank im ersten Quartal geringer aus als erwartet, aber die Inflation und der Krieg in der Ukraine belasteten die Aussichten. Weitere Aktienrückkäufe seien in diesem Jahr daher unwahrscheinlich. Kurz vor Veröffentlichung der Geschäftszahlen einiger US-Technologiekonzerne stieg die Nervosität an der Wall Street. Der Dow Jones fiel um 1,5 Prozent. Sollten der Software-Konzern Microsoft und die Google-Mutter Alphabet mit ihren Quartalsergebnissen enttäuschen, müsse mit einem Ausverkauf gerechnet werden, da die Stimmung ohnehin angeschlagen sei, warnte Analyst Julius de Kempenaer vom StockCharts.com.

Reference-www.sueddeutsche.de

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