Euro fällt auf ein Zweijahrestief

Deutsche Bank haftet nicht für "Cum-Ex"-Schulden von Warburg

Der Euro-Kurs ist am Dienstag erneut gefallen. Die Gemeinschaftswährung notierte mit 1,0643 Dollar zeitweise auf dem niedrigsten Stand seit gut zwei Jahren. Im Abendhandel wurde der Euro mit 1,0667 Dollar gehandelt. Belastet wird die europäische Währung derzeit vor allem durch die hohen Zinserwartungen in den USA. Dort wird von der Notenbank Federal Reserve in diesem Jahr eine scharfe geldpolitische Wende mit schnellen und deutlichen Zinsanhebungen erwartet. Hintergrund ist die hohe Inflation von zuletzt 8,5 Prozent. Die EZB dürfte im Vergleich zur Fed vorsichtiger vorgehen, erwarten viele Experten.

Die Ölpreise sind nach einer schwachen Tendenz an den Vortagen wieder gestiegen. Am Abend kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 104,71 Dollar. Das waren 2,3 Prozent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,8 Prozent auf 101,37 Dollar. Zuletzt hatten vor allem Nachfragesorgen die Erdölpreise belastet, wenn auch auf hohem Niveau. Es geht vor allem um die strikte Corona-Politik Chinas, das mit strengen Maßnahmen auf regionale Virus-Ausbrüche reagiert. Nachdem in den vergangenen Wochen die Metropole Shanghai betroffen war, werden seit einiger Zeit Massentests in der Hauptstadt Peking durchgeführt. Es besteht die Sorge, dass auch dort scharfe Corona-Maßnahmen folgen.

China ist einer der größten Ölverbraucher der Welt. Der straffe Corona-Kurs der politischen Führung sorgt für Befürchtungen, dass die Konjunktur der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt stärker in Mitleidenschaft gezogen wird. Über den Außenhandel wären auch viele andere große Volkswirtschaften betroffen, nicht zuletzt Deutschland.

Gold war wieder gefragt. Die “Antikrisen-Währung” verteuerte sich im Handel am Abend um 0,6 Prozent auf 1910 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm).

Reference-www.sueddeutsche.de

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