Euro fällt auf ein Fünf-Jahres-Tief

Deutsche Bank haftet nicht für "Cum-Ex"-Schulden von Warburg

Der Euro hat am Mittwoch seine jüngsten Kursverluste ausgeweitet und ist zum Dollar auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren gefallen. Der Kurs der Gemeinschaftswährung sank bis auf 1,0515 Dollar. Das war der tiefste Stand seit März 2017. Das am Vortag markierte Zweijahrestief wurde leicht unterschritten. Druck auf den Euro übt seit längerem die Erwartung einer wesentlich strafferen Geldpolitik in den USA aus. Das stärkt den Dollar gegenüber vielen Währungen. Hinzu kommen die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Kriegs, von denen Europa nach Meinung vieler Fachleute stärker betroffen sein dürfte als die Vereinigten Staaten. Das belastet den Euro zusätzlich.

Als Reaktion auf das Aus für russische Gasexporte an einige EU-Staaten stieg der europäische Erdgas-Preis um 4,5 Prozent auf 107,80 Euro je Megawattstunde. Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch bezeichnete die Kursaufschläge als relativ moderat. Schließlich habe Polen bereits in den vergangenen Wochen Gas aus Deutschland bezogen und werde ab Herbst eine Pipeline-Verbindung zu norwegischen Gasfeldern erhalten. Außerdem sehe es so aus, dass Deutschland deutlich schneller von russischen Öl-Lieferungen unabhängig werde, als bislang gedacht, fügte Fritsch hinzu. “Damit könnte Deutschland auch seinen Widerstand gegen ein Ölembargo der EU gegen Russland aufgeben.” Der Ölpreis fiel leicht. Die Sorte Brent aus der Nordsee notierte 0,2 Prozent tiefer bei 104,81 Dollar je Barrel. Ein Anstieg der US-Lagerbestände und ein drohender Nachfrage-Rückgang durch die neuen Corona-Lockdowns in China lasteten auf dem Markt, sagte Analyst Giovanni Staunovo von der Bank UBS.

Der stärkere Dollar setzte dem Goldpreis zu. Das Edelmetall verbilligte sich in der Spitze um 1,3 Prozent auf 1881,45 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Das war der tiefste Stand seit zwei Monaten.

Reference-www.sueddeutsche.de

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