Unsicherheit prägt Aktienhandel

Deutsche Bank haftet nicht für "Cum-Ex"-Schulden von Warburg

Die Furcht vor einer Energiekrise verunsichert die Anleger, die Kurse schwanken teils deutlich. Zudem nimmt die Bilanzsaison weiter Fahrt auf, mit durchaus gemischten Ergebnissen.

Zur Wochenmitte haben die Anleger europäische Aktien nur mit Vorsicht angefasst. Der Dax lag zum Handelsschluss etwas höher bei 13 794 Punkten. Der Handel war von teils starken Kursschwankungen geprägt, die Verunsicherung ist nach wie vor groß. Sorgen bereitet den Investoren, dass Russland kein Gas mehr nach Polen und Bulgarien liefert und damit die Ängste vor einer Energiekrise schürt.

Im Dax legten mehrere Unternehmen ihre Quartalsberichte vor. Zu den Favoriten zählte die Aktie von Symrise mit plus 5,7 Prozent. Der Aromenhersteller verzeichnete ein kräftiges Umsatzplus zum Jahresauftakt, wobei ihm eine hohe Nachfrage, aber auch positive Währungseffekte zugutekamen. Auch bei den Aktien von Qiagen griffen die Anleger zu, nachdem der Diagnostikkonzern nach einem starken Jahresauftakt zuversichtlicher auf 2022 blickt. Die Anteilsscheine von Qiagen verteuerten sich um 3,5 Prozent. Hingegen verpuffte die Freude über einen Gewinnzuwachs bei der Deutschen Bank angesichts überraschend hoher Kosten rasch. Die Aktien des Geldhauses verloren am Dax-Ende 5,6 Prozent. Die Papiere der Fondstochter DWS gaben im S-Dax um 2,5 Prozent nach. Deren Bilanz sei insgesamt nur durchwachsen ausgefallen, bemängelten die Analysten. Dagegen gewannen im M-Dax die Titel der Commerzbank 1,3 Prozent. “Brillante Zahlen bei Umsatz und operativem Ergebnis”, sagte ein Händler.

Ebenfalls in der zweiten Reihe verteuerten sich die Aktien von Bechtle um 1,2 Prozent. Das IT-Systemhaus hat im ersten Quartal fast ein Fünftel mehr verdient. Unterdessen rutschten die Papiere der Adler Group um 15,1 Prozent in die Tiefe und waren damit mit Abstand der schwächste S-Dax-Wert. Seit der Veröffentlichung des KPMG-Prüfberichts am Freitag haben die Titel gut 30 Prozent an Wert eingebüßt.

An der Wall Street stand der Dow Jones zur Handelsmitte 0,8 Prozent höher. Die Blicke der US-Anleger richteten sich hier auf die Quartalszahlen der großen Technologiekonzerne. Während Microsoft zum Jahresstart weiter vom Trend zum mobilen Arbeiten profitierte, bekam die Google-Mutter Alphabet die Zurückhaltung der Werbetreibenden mitten in der weltweiten Konjunkturabkühlung zu spüren. Die Alphabet-Aktie verlor 3,4 Prozent, während das Microsoft-Papier um 6,9 Prozent zulegte.

Reference-www.sueddeutsche.de

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