Eurokurs fällt unter 1,05 Dollar

Deutsche Bank haftet nicht für "Cum-Ex"-Schulden von Warburg

Der Dollar hat am Donnerstag seinen Höhenflug fortgesetzt. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, stieg um bis zu 0,9 Prozent auf ein knappes 20-Jahres-Hoch von 103,93 Punkten. Der Euro fiel im Gegenzug bis auf 1,0472 Dollar und notierte am Abend noch 0,3 Prozent im Minus bei 1,0520 Dollar. Für die europäische Währung war das der siebte Tag in Folge mit deutlichen Kursverlusten. Der Euro notiert derzeit so tief wie zuletzt Anfang 2017. Die US-Notenbank Fed werde bei ihrer Sitzung in der kommenden Woche und der darauffolgenden im Juni den Leitzins um jeweils einen halben Prozentpunkt anheben, prognostizierte Ellen Gaske, leitende Volkswirtin beim Vermögensverwalter PGIM. Zusätzlichen Verkaufsdruck beim Euro erzeugte der erneute Anstieg der Inflation in Deutschland auf 7,4 Prozent, den höchsten Stand seit 1981. Gleiches galt für Bundesanleihen, wodurch die Rendite der zehnjährigen Staatstitel auf 0,911 Prozent stieg. “Der Inflationswecker klingelt schon seit einiger Zeit, die Europäische Zentralbank (EZB) hatte bisher nur immer auf die Schlummertaste gedrückt”, sagte Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank. “Das ist jetzt vorbei, die Zentralbank wird handeln.”

Noch stärker als der Euro steht seit längerem der japanische Yen unter Druck. Am Donnerstag mussten für einen Dollar fast 130 Yen gezahlt werden – so viel wie seit etwa zwanzig Jahren nicht mehr. Wie der Euro wird der Yen durch die Erwartung einer deutlichen geldpolitischen Straffung in den USA belastet. In Japan kommt die extrem lockere Ausrichtung der dortigen Notenbank hinzu, die auch nach ihrer jüngsten Zinssitzung in der Nacht auf Donnerstag keine Hinweise auf eine künftige Straffung erkennen lässt.

Die Ölpreise legten leicht zu. Ein Barrel der europäischen Sorte Brent notierte am Abend 0,9 Prozent höher bei 106,27 Dollar.

Reference-www.sueddeutsche.de

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