Linde zieht sich aus Russland zurück

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Angesichts der Sanktionen gegen Russland stehen bei Linde Anlagenbau-Projekte im Volumen von bis zu zwei Milliarden Dollar zur Disposition. Per Ende März habe Linde Verträge in dieser Höhe, etwa für Anlagen zur Gasverflüssigung, in Russland in den Büchern gehabt, teilte der amerikanisch-deutsche Industriegase-Konzern mit. Von Sanktionen nach dem russischen Einmarsch in der Ukraine seien im ersten Quartal bereits Projekte im Volumen von rund 350 Millionen Dollar betroffen gewesen oder seien voraussichtlich betroffen. Erst Ende 2021 hatte Linde von russischen Gasanbieter Gazprom noch zwei Aufträge in Höhe von sechs Milliarden Dollar erhalten, die über Jahre abgearbeitet werden sollten. Das wird nun offenbar auch nicht möglich sein. Linde hatte zuvor schon das Neugeschäft in Russland gestoppt und ist dabei, die Aktivitäten dort nach und nach zurückzufahren: Bestimmte Kunden würden nicht mehr beliefert, von Anlagen wolle man sich trennen. Für das zweite Halbjahr hat Linde keine Umsätze aus Russland mehr in seinen Planungen berücksichtigt. Bisher ist das Geschäft von Linde aber nur zum Teil von den Sanktionen westlicher Staaten erfasst. Medizinische Gase wie Sauerstoff für Kranke wurden bisher ausgeklammert. Der Anteil Russlands am Gesamtumsatz von Linde lag zuletzt bei einem Prozent.

Reference-www.sueddeutsche.de

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