Viele Milchbauern könnten aufhören

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Viele Tausend Milchbauern in Bayern könnten ihren Betrieb einstellen, zumindest nach Einschätzung des Genossenschaftsverbands (GVB). Grund sind die steigenden Anforderungen der großen Supermarktketten, wie GVB-Verbandspräsident Gregor Scheller am Donnerstag mitteilte. Etwa 9500 der 23 500 bayerischen Milchbauern halten ihre Kühe ganzjährig im Stall angebunden. Von diesen über 9500 Höfen sind nur etwa 1000 bereit, in Laufställe oder Kombinationshaltung zu investieren. Dementsprechend rechnet der Verband mit einer Verschärfung des Strukturwandels. Scheller appellierte an die Einzelhandelsketten: “Es darf nicht sein, dass auf der Erzeugerseite die Kosten für Tierhaltung und Energie stark steigen, diese aber auf den höheren Kosten sitzen bleiben, weil der Lebensmitteleinzelhandel Profite aus Preiserhöhungen in die eigene Tasche steckt.” Dem GVB gehören 104 Milchgenossenschaften beziehungsweise Molkereien an, die ihre Umsätze um knapp ein Prozent auf 3,23 Milliarden Euro steigerten. Wegen des Ukraine-Kriegs machen sich die Milchgenossenschaften Sorgen. “Ohne eine ausreichende und verlässliche Gasversorgung muss Milch als leicht verderbliche Ware in großem Stil weggekippt werden”, sagt Scheller. Man müsse eine verlässliche Energieversorgung der Molkereien sicherstellen.

Reference-www.sueddeutsche.de

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