Henkel kürzt Gewinnziele

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Der Konsumgüterkonzern Henkel senkt seine Gewinnprognose deutlich. Gründe sind Materialkosten, die stärker steigen als erwartet, und die Folgen des russischen Überfalls auf die Ukraine. Offenbar kann Henkel die gestiegenen Kosten nicht voll an die Kunden weiterreichen. An der Börse brachen die Henkel-Aktien ein: Sie notierten zeitweise mit einem Minus von mehr als zehn Prozent bei 56,56 Euro. Beim Umsatzwachstum ist der Hersteller von Pritt und Persil aber dank steigender Preise vor allem für seine Klebstoffe optimistischer als zuvor. Henkel habe im ersten Quartal einen Gesamtumsatz von rund 5,3 Milliarden Euro eingefahren, teilte der Düsseldorfer Konzern mit. Damit stieg der organische Umsatz vor allem durch florierende Geschäfte der Klebstoff-Sparte – der größte Bereich des Konzerns – um 7,1 Prozent. Für das Gesamtjahr erwartet Henkel-Chef Carsten Knobel nun ein größeres Umsatzwachstum, die Gewinne werden geringer ausfallen als bisher erwartet. Henkel rechnet nun mit einer geringeren bereinigten Umsatzrendite (Ebit-Marge) zwischen neun und elf Prozent. Vom Abschied aus Russland und Belarus seien “ein Jahresumsatz von insgesamt rund eine Milliarde Euro und mehr als 2500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen”, sagte Knobel. Die Entwicklung trifft den Düsseldorfer Konzern mitten im Umbau: Knobel will das Kosmetik- und Waschmittelgeschäft zusammenlegen. Im Mai will er Details zur neuen Aufstellung präsentieren, die spätestens 2023 vollendet werden soll.

Reference-www.sueddeutsche.de

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