Dollar bleibt gefragt

Deutsche Bank haftet nicht für "Cum-Ex"-Schulden von Warburg

Zwei Tage vor einer erwarteten deutlichen Zinserhöhung der US-Notenbank bleibt die Weltleitwährung Dollar gefragt. Der Dollar-Index, der den Kurs der US-Devise zu wichtigen Währungen widerspiegelt, stieg um 0,3 Prozent und bleibt mit 103,55 Punkten auf Tuchfühlung mit seinem knapp 20-jährigen Hoch von vergangener Woche. Der Euro gab nach, hielt sich aber über der Marke von 1,05 Dollar. Am Nachmittag notierte die Gemeinschaftswährung 0,4 Prozent tiefer bei 1,0506 Dollar. Der anstehende Zinsentscheid der US-Notenbank schürte die Nervosität am Markt. Die Fed werde den Schlüsselsatz am Mittwoch um einen halben Prozentpunkt oder mehr anheben und dieses Tempo so lange beibehalten, bis der Inflationsdruck nachlasse, prognostizierte Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. Die zehnjährigen Bundesanleihen blieben zunächst zwar stabil. Der Verkaufsdruck auf ihr Pendants aus Italien trieb deren Rendite aber auf ein Zwei-Jahres-Hoch von 2,84 Prozent. Zehnjährige spanische Bonds rentierten mit 2,029 Prozent so hoch wie zuletzt vor sechseinhalb Jahren.

Auf die Stimmung drückte zum Wochenanfang zudem der überraschend deutliche Rückgang des Barometers für die Laune der Einkaufsmanager aus der chinesischen Industrie. Die am Wochenende veröffentlichten Indizes aus China zeigten unmissverständlich, welchen Schaden die Lockdowns in der Wirtschaft anrichteten, sagte Commerzbank-Analyst Hao Zhou. “Obwohl Peking in den nächsten Monaten weitere Unterstützungsmaßnahmen ergreifen dürfte, werden die virusbedingten Einschränkungen den Wirtschaftsaktivitäten wohl einen heftigen Dämpfer versetzen.” Dies schlug sich unter anderem in einem fallenden Preis für die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee nieder, die sich um knapp drei Prozent auf 104,13 Dollar je Barrel (159 Liter) verbilligte.

Reference-www.sueddeutsche.de

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