Schwacher Dax-Start

Deutsche Bank haftet nicht für "Cum-Ex"-Schulden von Warburg

Der Dax ist mit Verlusten in den Mai gestartet. Nach einer recht stabilen Vorwoche sank der deutsche Leitindex bis zum Handelsschluss 1,1 Prozent auf 13 939 Punkte. Belastend wirkten die Furcht vor US-Zinserhöhungen und schlechte Konjunkturaussichten. “Im Moment wird jede Erholungsbewegung durch Verkäufe abgewürgt, noch bevor sie richtig begonnen hat”, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. “Da ist es sicherlich nicht hilfreich, dass jetzt ausgerechnet der Mai beginnt, dem ein besonders schlechter Ruf vorauseilt.” Am Vormittag sorgte zudem kurzzeitig ein heftiger Kursrutsch für Aufregung. Der europäische Leitindex EuroStoxx50 fiel um bis zu drei Prozent ab; an der Börse in Stockholm ging es zeitweise um acht Prozent nach unten. Der Spuk war allerdings zügig wieder vorbei. Die genaue Ursache für den “Flash Crash” blieb zunächst unklar.

Bei den deutschen Aktienwerten sorgte ein Rekord-Kurssturz bei Adler Group von zeitweise fast 50 Prozent für Aufsehen. Die Wirtschaftsprüfer von KPMG verweigerten dem Immobilien-Investor das Testat für den Jahresbericht 2021. Im Sog von Adler gerieten auch die Titel des Großaktionärs Vonovia unter Druck, die zudem mit einem Dividendenabschlag gehandelt wurden. Zum Handelsschluss lagen sie 5,5 Prozent im Minus. Henkel verloren im Dax nach einer von der Deutschen Bank gestrichenen Kaufempfehlung 1,4 Prozent. Am Dax-Ende lagen Mercedes-Benz, BASF und Continental, deren Kursverluste von teils mehr als sieben Prozent aber größtenteils aus Dividendenabschlägen resultierten.

In Kopenhagen fielen die Aktien von Vestas zeitweise um gut elf Prozent. Der Windkraftanlagen-Bauer machte einen überraschend hohen operativen Quartalsverlust von 329 Millionen Euro und warnte für das Gesamtjahr vor einer negativen Marge von minus fünf Prozent. Einziger Lichtblick seien der Auftragsbestand und die höheren Preise für neue Orders, sagte Analyst Per Hansen vom Finanzdienstleister Nordnet. Im Sog von Vestas gaben die Titel von Nordex und Siemens Gamesa um 5,4 beziehungsweise 3,7 Prozent nach.

Die Anleger an der Wall Street blieben vor der erwarteten Zinserhöhung der US-Notenbank vorsichtig. Der Dow Jones lag am Abend 0,4 Prozent im Minus bei 32 856 Punkten.

Reference-www.sueddeutsche.de

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