Bilanzen stützen Börsen

Deutsche Bank haftet nicht für "Cum-Ex"-Schulden von Warburg

Dank ermutigender Firmenbilanzen hat der Verkaufsdruck an Europas Börsen am Dienstag etwas nachgelassen. Der Dax stieg bis zum Handelsschluss um 0,7 Prozent auf 14 039 Punkte. “Es sind im Moment zwar nicht viele, die sich trauen”, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. “Aber einige Mutige greifen aktuell zu.” Allerdings bleibe unklar, ob die Unternehmen angesichts von Material-Engpässen, Lieferproblemen und hohen Energiepreisen auch in den kommenden Quartalen vergleichbar positive Zahlen präsentieren könnten. Vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed blieben die Aktienanleger vorsichtig. Am Markt wird damit gerechnet, dass die Fed zur Wochenmitte den Leitzins diesmal gleich um 0,5 Prozentpunkte anheben wird. Wenn Anleger für weniger riskante Anlagen wieder Zinsen bekommen, schmälert dies tendenziell die Attraktivität der riskanteren Aktien.

Mit Blick auf die Einzelwerte prägen Quartalsberichte weiter das Bild. Am Vorabend enttäuschte der Chemiekonzern Covestro mit einer niedrigeren Gewinnerwartung für 2022. Die Aktien verloren als Dax-Schlusslicht fünf Prozent an Wert. Bei der Deutschen Post nahmen die Anleger die Gewinne mit. Die Aktien drehten zum Handelsende leicht ins Minus. Der Brief- und Paketzusteller steigerte zum Jahresauftakt Umsatz und Gewinn. Papiere von Banken legten europaweit zu nach positiven Nachrichten der französischen BNP Paribas, die mit einem Gewinnsprung überraschte. Im Dax gewannen Deutsche Bank 4,1 Prozent. Die Aktien von Dürr korrigierten ihren schwächeren Handelsstart schnell und gewannen zuletzt unter den Favoriten im M-Dax 4,3 Prozent. Die vom Anlagenbauer gesenkte Margenprognose belastete somit nicht.

Bei der Adler Group ließ ein Kursgewinn von 32 Prozent den Kursabsturz am Vortag von knapp 30 Prozent zumindest teilweise wieder vergessen. Nachdem die Wirtschaftsprüfgesellschaft KPMG dem Immobilienkonzern das Testat für die Geschäftszahlen 2021 verweigert hatte, waren die Papiere zu Wochenbeginn eingebrochen. Am Dienstag war im Handel nun von spekulativen Käufen die Rede.

Die Wall Street präsentierte sich freundlich. Der Leitindex Dow Jones stand zur Handelsmitte 0,6 Prozent im Minus bei 33 271 Punkten.

Reference-www.sueddeutsche.de

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