Dax kaum verändert

Deutsche Bank haftet nicht für "Cum-Ex"-Schulden von Warburg

In Erwartung von Hinweisen auf die weitere Entwicklung der US-Geldpolitik halten sich Investoren mit Engagements an Europas Aktienmärkten zurück. Der deutsche Leitindex Dax schloss am Mittwoch 0,5 Prozent im Minus bei 13 971 Punkten. An der Börse galt eine Leitzins-Anhebung der US-Notenbank Fed am Abend um einen halben Prozentpunkt als ausgemacht. Entscheidender sei daher der Ausblick für das Erhöhungstempo in den kommenden Monaten, sagte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. Die Zinsentscheidung wurde nach Börsenschluss in Europa erwartet.

Im Dax standen mit auffälligen Kursbewegungen der Gesundheitskonzern Fresenius SE und dessen Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) im Blick. Fresenius gewannen 3,1 Prozent, für FMC ging es um vier Prozent abwärts. Operativ seien die Geschäfte von Fresenius “nicht so schlecht wie befürchtet” verlaufen, schrieben die Analysten vom Investmenthaus Stifel. Bei FMC bemängelten die Experten von JPMorgan die Qualität der Ergebnisse.

Die Aktien der einstigen Corona-Krisengewinner im Konsumbereich wie Delivery Hero und Hellofresh stellten nach ihrer jüngst moderaten Erholung nun mit hohen Kursverlusten von bis zu zehn Prozent ihren Stabilisierungsversuch wieder infrage. Mit der Aufhebung der Corona-Restriktionen für Gastronomie und Einzelhandel fehlt der Branche ein wichtiger Kurstreiber. Um mehr als 16 Prozent rutschten im M-Dax die Titel des IT-Dienstleisters Cancom ab, nachdem dieser die Prognose für das laufende Jahr gesenkt hatte. Besser als befürchtet lautete am Markt indes die Einschätzung zu Teamviewer. Der Aktienkurs des auf Fernwartung spezialisierten Softwareanbieters stieg um 8,1 Prozent. Klöckner & Co. verdiente im abgelaufenen Quartal unter dem Strich doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Frühe Kursgewinne schwanden aber rasch, zuletzt standen die im S-Dax notierten Anteile 5,5 Prozent tiefer. An der Wall Street verharrte der Dow Jones zur Handelsmitte bei 33 126 Punkten. Eine Reihe von Negativ-Nachrichten sorgte für einen Ausverkauf bei Lyft. So warnte der Fahrdienstvermittler vor steigenden Kosten, um Fahrer zu dem Unternehmen zurück zu locken. Die Aktie brach daraufhin um 32 Prozent ein, so stark wie nie.

Reference-www.sueddeutsche.de

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