Geplantes Embargo treibt Ölpreis

Deutsche Bank haftet nicht für "Cum-Ex"-Schulden von Warburg

Der Euro hat am Mittwoch vor der mit Spannung erwarteten Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed stabil bei 1,05 Dollar notiert. Am Abend kostete die Gemeinschaftswährung 1,0550 Dollar und damit 0,2 Prozent höher als am Vorabend. Zur Wochenmitte richteten sich die Blicke auf die Geldpolitik der US-Notenbank. Es wird erwartet, dass die Fed am Abend ihre im März begonnene Zinswende mit einer großen Anhebung um 0,5 Prozentpunkte fortsetzt. Es wäre die deutlichste Straffung seit mehr als zwei Jahrzehnten. Im Jahresverlauf dürften zahlreiche Zinsschritte folgen.

Hintergrund der raschen geldpolitischen Straffung in der größten Volkswirtschaft der Welt ist die Inflation, die auf dem höchsten Stand seit gut 40 Jahren liegt. Der anhaltende Preisdruck setzt auch die EZB unter Zugzwang. Da immer mehr Investoren mit einer EZB-Zinswende im Juli rechnen, warfen sie Staatsanleihen aus der Eurozone aus ihren Depots. Dies trieb die Rendite der zehnjährigen Bundestitel zeitweise auf ein Sieben-Jahres-Hoch von 1,036 Prozent.

Die Ölpreise stiegen deutlich. Am Markt wurde die Entwicklung mit dem sich abzeichnenden EU-Embargo gegen russische Öllieferungen begründet. Am Abend kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 108,57 Dollar. Das waren 3,4 Prozent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI stieg um 3,1 Prozent auf 105,90 Dollar. Auftrieb erhielten die Preise durch die Aussicht auf ein Embargo. Nach einem Vorschlag der EU-Kommission sind generelle Übergangsfristen und Ausnahmen für zwei Länder vorgesehen. Darüber hinaus müssen dem Plan alle EU-Länder zustimmen, was ungewiss ist. Die mittelfristige Preisreaktion dürfte laut Experten vor allem davon abhängen, ob Russland sein Erdöl anderweitig absetzen kann und ob weltweit ausreichende Kapazitäten vorhanden sind, um ausfallendes russisches Öl zu ersetzen.

Reference-www.sueddeutsche.de

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