Kursgewinne nach US-Zinsentscheid

Deutsche Bank haftet nicht für "Cum-Ex"-Schulden von Warburg

In Erwartung von Hinweisen auf die weitere Entwicklung der US-Geldpolitik haben sich Investoren mit Engagements an Europas Aktienmärkten zurückgehalten. Der deutsche Leitindex Dax schloss am Mittwoch 0,5 Prozent im Minus bei 13 971 Punkten. Die Zinsentscheidung wurde nach Börsenschluss in Europa erwartet.

Im Dax standen mit auffälligen Kursbewegungen der Gesundheitskonzern Fresenius SE und dessen Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) im Blick. Fresenius gewannen 3,1 Prozent, für FMC ging es um vier Prozent abwärts. Operativ seien die Geschäfte von Fresenius “nicht so schlecht wie befürchtet” verlaufen, schrieben die Analysten vom Investmenthaus Stifel. Bei FMC bemängelten die Experten von JPMorgan die Qualität der Ergebnisse.

Die Aktien der einstigen Corona-Krisengewinner im Konsumbereich wie Delivery Hero und Hellofresh stellten nach ihrer jüngst moderaten Erholung nun mit hohen Kursverlusten von bis zu zehn Prozent ihren Stabilisierungsversuch wieder infrage. Mit der Aufhebung der Corona-Restriktionen für Gastronomie und Einzelhandel fehlt der Branche ein wichtiger Kurstreiber. Um mehr als 16 Prozent rutschten im M-Dax die Titel des IT-Dienstleisters Cancom ab, nachdem dieser die Prognose für das laufende Jahr gesenkt hatte. Besser als befürchtet lautete am Markt indes die Einschätzung zu Teamviewer. Der Aktienkurs des auf Fernwartung spezialisierten Softwareanbieters stieg um 8,1 Prozent. Klöckner & Co. verdiente im abgelaufenen Quartal unter dem Strich doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Die Aktie schloss dennoch 5,5 Prozent tiefer. Die Anleger an der Wall Street reagieren erleichtert auf die Zinserhöhung der US-Notenbank Fed, die im Rahmen der Erwartungen ausgefallen war. Die Fed hob den Schlüsselsatz um 0,5 Prozentpunkt an. Das sei beruhigend, da einige Investoren eine Anhebung um 0,75 Prozentpunkte befürchtet hatten, sagte Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade. Der Leitindex Dow Jones verbesserte sich um mehr als zwei Prozent auf 33 843 Punkte. Eine Reihe von Negativ-Nachrichten sorgte für einen Ausverkauf bei Lyft. So warnte der Fahrdienstvermittler vor steigenden Kosten, um Fahrer zu dem Unternehmen zurück zu locken. Die Aktie brach daraufhin um 32 Prozent ein.

Reference-www.sueddeutsche.de

Related Post

Leave a Reply

Your email address will not be published.