Zinssorgen dominieren

Deutsche Bank haftet nicht für "Cum-Ex"-Schulden von Warburg

Zinssorgen dies- und jenseits des Atlantiks haben den Aktienanlegern am Freitag zu schaffen gemacht. Der Dax verlor 1,6 Prozent auf 13 674 Punkte. “Die Stimmung an der Börse ist schlecht und im aktuellen Umfeld fehlen die Kaufanreize für Aktien”, sagte Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege bei RoboMarkets. Im Blick haben die Investoren vor allem die Zinspolitik der US-Notenbank Fed. Notenbank-Chef Jerome Powell hatte nach der Zinserhöhung um 50 Basispunkte am Mittwoch weitere Anhebungen im größeren Stil von 75 Basispunkten zunächst ausgeschlossen. Doch viele zweifelten daran, dass eine Tempoverschärfung der Fed in den kommenden Wochen vom Tisch sein dürfte.

Auf der Unternehmensseite rückte Adidas ins Rampenlicht. Nach einem Gewinneinbruch zu Jahresbeginn schraubt der Sportartikelkonzern die Erwartungen für 2022 zurück. Die Aktien rutschten im Dax zeitweise um fast sieben Prozent auf ab. Grund für den schwindenden Optimismus ist das Geschäft in China, das unter Boykottaufrufen gegen westliche Marken und den neuerlichen Corona-Lockdowns in großen Städten leidet. “Der größte Wachstumsmarkt der Branche dürfte für Adidas zumindest kurzfristig ein Problem bleiben”, urteilte Molnar von RoboMarkets. Für die Aktien des Rivalen Puma ging es 1,6 Prozent abwärts. Im M-Dax musste RTL trotz eines Umsatzwachstums zum Jahresauftakt Federn lassen. Die Aktien des Fernsehkonzerns fielen um 5,7 Prozent. Laut einem Händler lagen die Umsatzzahlen leicht unter den Markterwartungen. Über Kursgewinne von 13,3 Prozent freuten sich dagegen die Anleger von SAF-Holland. Der bayerische Lkw-Zulieferer erhöhte nach einem Anstieg im ersten Quartal seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr. An der Londoner Börse brockten der British-Airways-Mutter IAG ein überraschend hoher Quartalsverlust und gekappte Gesamtjahresziele einen Kursrutsch von 8,3 Prozent ein.

An der Wall Street fiel der Dow Jones um 0,4 Prozent. Im Mittelpunkt stand der Arbeitsmarktbericht. In den USA sind im April mehr Stellen aufgebaut worden als gedacht. Im vergangenen Monat entstanden 428 000 neue Jobs, wie die Regierung mitteilte.

Die Börsenseite mit “Devisen und Rohstoffen” ist auf der Seite 42 zu finden.

Reference-www.sueddeutsche.de

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