Zinsspekulationen treiben Euro

Deutsche Bank haftet nicht für "Cum-Ex"-Schulden von Warburg

In Erwartung einer nahenden Zinswende der Europäischen Zentralbank (EZB) haben Anleger Euro gekauft. Die Gemeinschaftswährung verteuerte sich auf 1,0590 von zuvor 1,0499 Dollar. Geschürt wurden diese Spekulationen von Aussagen des französischen Notenbankchefs Francois Villeroy de Galhau. Er plädierte für ein Ende der Wertpapierkäufe im Juni und die Anhebung des Einlagensatzes. “Wenn keine unvorhergesehenen neuen Schocks auftreten, würde ich es für realistisch halten, dass wir bis zum Ende dieses Jahres in ein positives Territorium kommen”, sagte Villeroy de Galhau, der im Rat der EZB über die Geldpolitik mitentscheidet, am Freitag in Paris. Derzeit liegt der seit längerem besonders bedeutsame Einlagensatz bei minus 0,5 Prozent. Zum Einlagensatz können Banken überschüssige Liquidität bei der EZB parken. Villeroy äußerte sich weniger präzise über den genauen Zeitpunkt einer ersten Zinserhöhung. “Ich würde die nächsten Sitzungen des EZB-Rates nicht ausschließen.”

Am Anleihenmarkt trennten sich die Investoren von Staatspapieren – dies trieb die Rendite der zehnjährigen deutschen Bonds auf 1,16 Prozent, den höchsten Stand seit August 2014.

Die Ölpreise stiegen von hohem Niveau aus weiter. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete 113,25 Dollar. Das waren 2,1 Prozent mehr als am Vortag. Seit dem Vorschlag der EU-Kommission für ein Embargo auf russisches Rohöl legten die Preise stark zu. Seit Jahresbeginn sind sie um gut 40 Prozent gestiegen. Für zusätzlichen Auftrieb sorgte die Ankündigung der USA vom Donnerstag, ab Herbst mit der Wiederbefüllung der strategischen Ölreserven zu beginnen. Sie befinden sich auf relativ niedrigem Niveau, da die US-Regierung in den vergangenen Monaten mehrfach Erdöl in den Markt leitete, um den steigenden Preisen Einhalt zu gebieten.

Reference-www.sueddeutsche.de

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