Kursverluste zu Wochenbeginn

Deutsche Bank haftet nicht für "Cum-Ex"-Schulden von Warburg

Der Krieg in der Ukraine, Lieferkettenprobleme, Inflation und steigende Zinsen bleiben die Hauptbelastungsfaktoren für die Aktienmärkte. In diesem angespannten Umfeld gibt der deutsche Leitindex nach.

Die Anspannung an den europäischen Aktienmärkten hat am Montag angehalten. Belastende Themen waren erneut der Krieg in der Ukraine, die hohe Inflation und die deswegen weltweit steigenden Zinsen sowie Lieferkettenprobleme. “Wir haben im Moment überall Risiken”, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. “Da fällt es schwer, positiv in die Zukunft zu schauen.” Der deutsche Leitindex Dax verlor bis zum Handelsschluss 2,2 Prozent auf 13 381 Punkte. Ein Stimmungsdämpfer war das verlangsamte Wachstum der chinesischen Exporte. Hier schlage die Null-Covid-Politik mit ihren harten Pandemie-Beschränkungen durch, sagte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. “Die Aussicht auf eine Entspannung bei den Lieferketten-Sorgen scheint weiter entfernt als noch vor ein paar Monaten.”

In diesem Umfeld sorgten sich die Anleger generell um das Wachstum der Weltwirtschaft. Etwas Hoffnung lag noch in der laufende Berichtssaison der Unternehmen, aber auch hier entwickelten sich am Montag keine positiven Kurstreiber. Infineon-Aktien profitierten nicht von erneut erhöhten Jahreszielen, nachdem Experten betonten, der Schritt komme nicht unerwartet. Die Aktien des Chipkonzerns verloren sechs Prozent an Wert. Wechselhaft ging es nach Zahlen auch beim Finanzdienstleister Hypoport zu, hier sanken die im M-Dax gelisteten Aktien um 2,1 Prozent. Ein negativer Analystenkommentar der Investmentbank Jefferies bescherte den Anteilen von SMA Solar deutliche Verluste. Die Aktien des Solarindustrie-Zulieferers fielen um 18,2 Prozent. Positive Kursreaktionen waren rar. Im Rüstungssektor gaben Hensoldt-Titel nur leicht nach. Die Bank Morgan Stanley sieht Hensoldt als Profiteur westlicher Rüstungsinvestitionen. Die Aktie wird zudem von Experten als Rückkehrer in den S-Dax gehandelt. Kritische Aussagen der Bundesentwicklungsministerin zu Biokraftstoff setzten die Aktien von Verbio und der Südzucker-Tochter Crop-Energies kräftig zu. Verbio verlor im S-Dax 23,8 Prozent, Crop-Energies sackten um 10,7 Prozent ab.

An der Wall Street notierte der Dow Jones zur Handelsmitte mit 1,6 Prozent im Minus. Ein Medienbericht über Ausgabenkürzungen setzte Uber zu. Die Aktien des Fahrdienstvermittlers fielen um 7,4 Prozent.

Reference-www.sueddeutsche.de

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