Dax zieht nach jüngsten Verlusten wieder an

Deutsche Bank haftet nicht für "Cum-Ex"-Schulden von Warburg

Nach kräftigen Kursverlusten in den vergangenen Tagen hat der Dax am Dienstag einen Erholungskurs eingeschlagen. Der deutsche Leitindex stieg um 1,2 Prozent auf 13 535 Punkte. Einige Investoren nutzten die günstigeren Kurse zum Wiedereinstieg. Zwar sei die Anlegerstimmung wegen der Lieferengpässe, der steigenden Zinsen und der Inflation weiterhin sehr negativ, sagte Jochen Stanzl, Analyst beim Handelshaus CMC Markets. “An solchen Punkten genügt es oft schon, wenn Signale kommen, dass sich die Situation nicht weiter verschärft.” Für etwas Unterstützung sorgte der ZEW-Index. Das Barometer für die Einschätzung zur deutschen Konjunktur in den nächsten sechs Monaten war im Mai überraschend leicht angestiegen.

Neben der Bayer-Aktie, die zu den Spitzenreitern im Dax zählte, konnten mehrere Unternehmen aus der zweiten Börsenreihe die Anleger mit ihrem Zahlenwerk überzeugen. So zählten die Titel von Siltronic mit einem Kursplus von 3,2 Prozent zu den Favoriten im M-Dax. Die gescheiterte Übernahme durch Global-Wafers bescherte dem Chip-Zulieferer im ersten Quartal einen Sonderertrag von 50 Millionen Euro. Hingegen sackte die Aktie von Fraport im um 3,9 Prozent ab. Der Frankfurter Flughafenbetreiber hat im Zusammenhang mit seiner Minderheitsbeteiligung am Flughafen St. Petersburg einen hohen zweistelligen Millionenbetrag abgeschrieben. Das belastete das Quartalsergebnis. Aktien von Shop Apotheke verloren im S-Dax indes mehr als 20 Prozent. Grund seien erneute Verzögerungen beim elektronischen Rezept, hieß es dazu. Die Titel des Autozulieferers Schaeffler gewannen 2,5 Prozent an Wert. Der Ausblick bewege sich zwar etwas unter der Markterwartung, aber dass Schaeffler überhaupt wieder eine Prognose gebe, sorge zusammen mit den Quartalszahlen für Erleichterung, sagte ein Händler. Auch von Wacker Neuson trennten sich einige Anleger. Die Aktie des Baugeräte-Herstellers fiel um 6,9 Prozent. Die Profitabilität des Baumaschinenherstellers hat im ersten Quartal bei gleichzeitig deutlichem Wachstum insbesondere wegen anhaltender Lieferkettenprobleme gelitten. An den US-Börsen ging es für die Aktienkurse nach dem jüngsten Ausverkauf leicht nach unten. Der Dow Jones notierte zur Handelsmitte 0,3 Prozent tiefer.

Reference-www.sueddeutsche.de

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