Anleger fürchten Zinserhöhung

Deutsche Bank haftet nicht für "Cum-Ex"-Schulden von Warburg

Nach den jüngsten Kursgewinnen haben die europäischen Aktienmärkte am Donnerstag zum Teil kräftige Verluste erlitten. Der Dax fiel zeitweise um 2,5 Prozent auf 13 479 Punkte, schloss dann aber 0,6 Prozent im Minus. Als Belastung erwiesen sich die am Vortag veröffentlichten US-Inflationsdaten, deren Anstieg im April zwar etwas zurückging, aber nicht so deutlich wie erhofft. Nun fürchten viele Investoren, dass die Notenbanken mit größeren Zinsanhebungen gegensteuern könnten und damit womöglich das Wirtschaftswachstum abgewürgt würde.

Zudem enttäuschten zahlreiche Firmenbilanzen, und die angespannte Corona-Lage in China verunsicherte die Anleger zusätzlich. In Schanghai wurden zwei Neuinfektionen in Vierteln entdeckt, die zuvor als “Covid-frei” ausgewiesen worden waren. Die Wirtschaftsmetropole befindet sich seit sechs Wochen im Lockdown.

Belastungen aus dem Rückzug aus Russland und durchwachsene Quartalsergebnisse schickten die Aktien von Siemens auf Talfahrt. Die Titel fielen um 2,5 Prozent und zählten damit zu den schwächeren Werten im Dax. “Außerdem hatten manche auf eine Prognoseanhebung gehofft”, sagte ein Händler. Nach einem Gewinneinbruch im Quartal verloren die Aktien von Heidelberg-Cement 4,6 Prozent an Wert. Enttäuscht von einem schwachen Ausblick auf das zweite Quartal sprangen Anleger auch bei Varta ab. Die Papiere des Batterieherstellers brachen um neun Prozent ein.

Im Immobilienbereich gerät nach zuletzt Corestate Capital ein weiteres Unternehmen in Turbulenzen. Der Kurs der Instone-Aktie brach um 16,4 Prozent ein, nachdem der Immobilienentwickler unter dem Einfluss des russischen Angriffskriegs seine Jahresziele zurückgenommen hatte.

Die Börsen an der Wall Street setzten ihren negativen Trend fort. Der Dow Jones notierte zur Handelsmitte 0,7 Prozent tiefer bei 31 615 Punkten. Nach der trüben Prognose eines wichtigen Zulieferers bauten Apple-Aktien ihre Vortagesverluste um 1,7 Prozent aus. Der weltgrößte Auftragselektronikhersteller Foxconn rechnet wegen stagnierender Nachfrage mit einer Wachstumspause. Zu den Verlierern zählte Walt Disney. Die Titel des Unterhaltungskonzerns fielen wegen eines Quartalsergebnisses unter Markterwartungen um knapp zwei Prozent auf ein Zwei-Jahres-Tief

Reference-www.sueddeutsche.de

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